PuTTYTray – Terminal-Client mit Mehrwert

puttytray

PuTTY ist ein kleines, aber extrem praktisches und umfangreiches Tool, welches wahrscheinlich den meisten (Windows-)Menschen bekannt ist, welche regelmäßig über SSH (SecureShell) oder Telnet auf Geräte und Server zugreifen. (Weitere Infos in der Wikipedia.)

Die Original-Version von Simon Tatham, welche jeder auf der offiziellen Website kostenfrei herunterladen kann, enthält zwar schon eine Menge Features, wird aber kaum noch weiterentwickelt und erhält nur ab und zu mal ein Sicherheits-Update.

Glücklicherweise ist PuTTY unter der MIT-Lizenz (Open Source) veröffentlicht und so können andere Entwickler dort weitermachen, wo Tatham aufgehört hat. Einer dieser Forks ist PuTTYTray.

PuTTYTray erweitert das normal PuTTY noch um ein paar interessante und nützliche Fähigkeiten:

  • Minimizing to the system tray (on CTRL + minimize, always or directly on startup)
  • Icons are customisable
  • Blinks tray icon when a bell signal is received
  • Configurable window transparency
  • URL hyperlinking
  • Portability: optionally stores session configuration in files (for example: on a USB drive) like portaPuTTY
  • Easy access to the ‚always on top‘ setting (in the system menu)
  • Reconnects on connection failure, including when waking up from stand-by
  • Android adb support

Ich persöhnliche finde vor allem das Minimieren in den System-Tray und das lokale Speichern der Profile/Einstellungen am interessantesten von diesen Features.
Deswegen begleitet mich PuTTYTray auch immer auf meinen USB-Sticks.

Proxy Helper für Google Chrome

proxy-helper
Ich bin ein großer Freund des Browsers aus dem Hause Google: Google Chrome™.
Ich habe davor jahrelang den Mozilla Firefox genutzt, welcher mir mit der Zeit aber zu sperrig / langsam wurde. Der Umzug zu Chrome war zum Glück relativ einfach, da ich meine Favoriten leicht übernehmen konnte und die meisten Browser-Addons auch für den Chrome mittlerweile verfügbar waren.

Es gibt jedoch eine Sache, die mich unter Chrome (vor allem unter Windows) genervt hat, und das war, dass Google Chrome keine eigenen Einstellungen für Proxy-Nutzung hat und sich stattdessen immer an dem Proxy „vergreift“, welcher Betriebssystemweit eingestellt ist. Da ich jedoch auch mal in restriktiven Netzen unterwegs bin, muss ich mir ab und zu mal einen Socks-Tunnel über SSH erstellen und diesen Proxy möchte ich dann aber nur im Browser benutzen und nicht betriebssystemweit.

Heute bin ich im „Chrome Web Store“ auf folgende Browsererweiterung gestoßen:
Proxy Helper
proxy-helper_settings
Diese Erweiterung bietet die Möglichkeit, unabhänging vom Systemproxy, einen Proxy für Chrome festzulegen und unterstützt dabei die gängigen Proxy-Typen HTTP, HTTPS und SOCKS (4+5) inklusive Authentification und PAC-Files zur automatischen Konfiguration.

In meinem Test mit einem Socks 5 SSH-Tunnel hat alles wunderbar funktioniert und falls ihr auch ähnliche Anwendungsfälle habt, dann solltet ihr euch das AddOn vielleicht einmal ansehen.

YouTube-Videos per Bookmarklet herunterladen

youtube
Ich weiß, es gibt ungefähr 358.271 verschiedene Möglichkeiten sich die Videos von YouTube herunterzuladen. Aber ich bin weder ein Freund von „externen“ Webseiten, die dies für mich übernehmen wollen, noch möchte ich unbedingt Browser-Addons installieren, wenn es auch andere Wege gibt. Natürlich könnt ihr auch den Weg über eine seperate Software (z.B. jDownloader) wählen, aber es geht auch im einiges simpler – direkt in eurem Browser.

Hierfür verwende ich ein kleines Bookmarklet, welches mir dann die Möglichkeit gibt, die Videos von YouTube herunter zu laden.
Dieses Bookmarklet (ein kleines Script, welches ihr euch als „Bookmark“ / „Favorit“ im Browser ablegt) könnt ihr, wenn ihr gerade auf einer YouTube-Seite seid, mit einem einfachen Mausklick aktivieren und es bietet euch dann die Videos in den möglichen Qualitäten zum direkten Download an.

Die Installation des Bookmarklet ist ziemlich simpel:

  • Ihr geht auf dieser Website und kopiert euch den kompletten Inhalt in die Zwischenablage
    (Alles Markieren > Kopieren).
  • Ihr erstellt euch einen neuen Eintrag in euren Favoriten und gebt als URL den Inhalt eurer Zwischenablage an (Rechtsklick > Einfügen).
  • Fertig! (So sieht das ganze dann z.B. in Google Chrome aus.)

Wenn ihr nun auf einer YouTube-Seite seid, dann könnt ihr diesen Bookmark mit einem einfachen klick aufrufen und es werden euch oberhalb des Videos die folgenden Download-Möglichkeiten angezeigt.
yt-download

Ich empfehle hier den Download der MP4-Dateien, da diese mit eurem Smartphone, Smart-TV und sonstigen Video-Playern am besten kompatibel sind.

Der Urheberrecht dieses Bookmarklets liegt übrigens bei MotaSay, welcher den Quellcode auf GitHub auch direkt zur Verfügung stellt.

[YouTube-Splatter-Logo © IancuRadu]

iReader – Besseres Lesen von Texten und Artikel im Browser

ireader

Die Browser-Erweiterung iReader gehört seit einigen Jahren zu meiner Standard-Ausrüstung, wenn ich im Netz unterwegs bin. Auch wenn der Titel eine einfallslose Anleihe an die Produktnamen von Apple ist, so ist das Tool an sich sehr empfehlenswert.

Diese Extension, welche für Mozilla Firefox und Google Chrome verfügbar ist, erleichtert euch das Lesen von langen Texten oder Artikeln, welche euch auf euren Streifzügen durchs Netz begegnen.

Nachdem ihr das Tool installiert habt und auf einer Website seid, welche einen längeren Text enthält (z.B. Online-Artikel der TAZ), so taucht in eurer Adresszeile das kleine iReader-Symbol auf.
chrome-omniboxfirefox-addressbar
Wenn ihr nun auf dieses Symbol klickt, so wird euch der Text des Artikels sehr leserlich und druckfreundlich (und auch ohne Werbung) im Browser angezeigt.
ireader_bsp
Für Benutzer des Browsers Safari gibt es diese Erweiterung zwar nicht, jedoch hat Apple hier seit ca. 1 Jahr selbst so ein Feature eingebaut.

PS: Das Tool kommt übrigens ohne Werbung oder nervige Popups aus.

Panopticlick – Wie eindeutig bist du im Web ermittelbar

panopticlick
Mit den ganzen Datenschutz-, Verschlüsselungs- und BLA-Diskussionen, welche gerade durch das Netz trotten, trage ich jetzt auch noch mal meinen Teil dazu bei und möchte auf das interessante Projekt „Panopticlick“ der EFF hinweisen.

Die EFF ist die Electronic Frontier Foundation und sie sind ein wenig die Ritter der Moral und Freiheit im Technikbereich. Eine Art Greenpeace für Netz.
Manchmal nervt mich die EFF aber auch mit ihren Ideen und Forderungen, da sie doch oft rüberkommen wie ein hochnäsiger GNU/Linux-Marktschreier, welcher jeden auslachen, der seinen Grafiktreiber nicht selbst kompiliert.

Panopticlick bringt euch das Prinzip des Browser Fingerprinting etwas näher. Gemeint ist die Eindeutigkeit eures Browsers im Netz.

Ich nutze Firefox unter Windows 7 – das machen doch Millionen von anderen Menschen auch, was soll daran schon eindeutig sein?“ mag sich jetzt der Eine oder die Andere denken.

Jedoch verrät euer Browser einer Website, welche einmal höflich nachfragt, eine menge Informationen mehr. Welche Version von Firefox ihr nutzt? Habt ihr Flashplayer (und ich welcher Version) installiert? Habt ihr auch noch Java? Silverlight? Eine besondere Bildschirmauflösung? Oder vielleicht sogar eine zusätzliche Schriftart auf eurem PC installiert?

All dies sind Faktoren, welche zusammengenommen eine gute Datenbasis ergeben, um euren PC/Browser eindeutig zu identifizieren. Und das schon ohne die Nutzung von Cookies oder eurer IP-Adresse.

In meinem Test war mein Browser unter den über 3 Millionen bisher getesten Maschinen eindeutig identifizierbar, was ich ebenso faszinierend wie beunruhigend finde.

„Your browser fingerprint appears to be unique among the 3,165,464 tested so far.“

Vielleicht habt ihr ja mit eurer Systemkonfiguration mehr „Glück“ dem Raster zu entgehen.

ImageOptim – Dateigrößen von Bildern verringern

1268494025292

Oft genug stellen wir im Internet fest, dass wir noch nicht in der gepriesenen Zukunft leben. Dünne Bandbreiten auf den Land hier, schlechter Mobildaten-Ausbau im Rest des Landes da und dann noch Provider, welche die künstliche Drossel anlegen um Geld zu scheffeln.

Ich versuche daher den Datenverbrauch für die Besucher meines Blogs oder meiner Webseiten möglichst gering zu halten und optimiere die Dateigröße meine verwendeten Bilder. Dies mache ich ich erster Linie mit den eingebauten Funktionen der Bildbearbeitungsprogrammen (z.B. Photoshop oder Pixelmator), jedoch ist auch hier immer noch ein wenig Raum nach oben.

ImageOptim ist ein wunderbar kleines, aber extrem praktisches, Tool für den Mac, womit noch einmal die letzen überflüssigen Bytes aus Bildern herauskratzt werden können, ohne dabei (große) optische Abstriche machen zu müssen.

Je nachdem welchen Dateityp des Bild hat (JPEG, GIF, PNG, …) werden verschiedene Open Source-Bibliotheken zur Optimierung eingesetzt und so kann teilweise die Dateigröße um über 20% reduziert werden.

Dabei funktioniert bei diesem kostenlosen Open Source-Tool der ganze Vorgang entweder über einen „Datei hinzufügen“-Dialog oder auch per Drag’n’Drop. Und vor allem könnt ihr auch ein komplettes Verzeichnis in die App ziehen, bei welchem dann alle (kompatiblen) Dateien optimiert werden.

Unter Windows solltet ihr euch mal das Tool RIOT (Radical Image Optimization Tool) anschauen, welches wohl ähnliche Ergebnisse liefern soll. In Ermangelung einer Windows-Maschine kann ich dies selbst leider nicht verifizieren.

BackWPup – Automatisches Backup eures WordPress-Blogs

20130614_backwpup

Wenn ich eines in meiner langen Zeit mit Computern gelernt habe, dann ist es wohl, dass einer nie genug Backups haben kann.
Sei dies nun von Infrastruktur (wie Festplatten oder Server) oder von Dateien, die einem wichtig sind. Ein Backup schadet vorallem nie, wenn es sich in einem finanziellen und aufwandsgeringen Rahmen bewegt.

Und auch von diesem Blog mache ich ein regelmäßiges Backup und speichere dieses extern (in meinem Fall in meiner Dropbox). Es sollte immer beachtet werden, dass ein Backup nie auf der selben Infrastruktur aufbaut, wie die Daten, die einer sichert.
Was würde es mir nützen die Sicherung auf genau dem Server zu halten, wo sich auch der Blog befindet? Im Falle eines Festplattencrashs, menschlichen Versagens (häufigster Fehler) oder eines kompletten Server-Ausfalls wären diese Sicherung nun ebenfalls nicht mehr erreichbar und somit komplett unnütz.
BackWPup – Automatisches Backup eures WordPress-Blogs weiterlesen